In einigen medizinischen Einrichtungen und Labors ist die Verwendung von sterilen Einweggeräten mittlerweile Standard, jedoch gibt es immer noch eine Reihe von wiederverwendbaren Geräten, die sterilisiert werden müssen. Bei der Entscheidung für den Kauf eines Autoklaven sollten vor allem zwei wichtige Aspekte berücksichtigt werden. Erstens: In welcher Art von Einrichtung wird der Sterilisator eingesetzt? Welche Autoklavklasse soll gewählt werden, d. h. kurze Beschreibung der Geräte zur Drucksterilisation mit Wasserdampf àIn einigen medizinischen Einrichtungen und Labors ist die Verwendung von sterilen Einweggeräten mittlerweile Standard, aber es gibt immer noch eine Reihe von wiederverwendbaren Geräten, die sterilisiert werden müssen. Bei der Entscheidung für den Kauf eines Autoklaven sollten vor allem zwei wichtige Aspekte berücksichtigt werden. Erstens: In welchen Einrichtungen wird der Sterilisator eingesetzt? Zweitens müssen wir uns fragen, welche Art von Material wir sterilisieren werden und wofür es bestimmt ist. Sterilisatoren, die heiÃÂen Wasserdampf unter Druck als Sterilisationsmittel verwenden, vereinfacht gesagt Autoklaven, lassen sich in drei Klassen einteilen. Zur höchsten Klasse â den Autoklaven der Klasse B â gehören Geräte, die alle Arten von Materialien sterilisieren können, insbesondere kapillare Instrumente, die bei der Autoklavierung besondere Probleme bereiten (sogenannte Chargen vom Typ A). Das Unterscheidungsmerkmal dieser Geräte gegenüber den anderen ist das sogenannte fraktionierte Vorvakuum. Dabei wird die Luft vollständig aus dem zu sterilisierenden Material entfernt, indem in der Anfangsphase des Prozesses mehrmals nacheinander ein Vakuum erzeugt und Dampf injiziert wird. Derzeit ist dies die beste und effektivste verfügbare Technik, die die Sterilisation praktisch aller Arten von Produkten garantiert. Autoklaven der Klasse B werden häufig in klinischen Einrichtungen und Krankenhäusern sowie in Arztpraxen eingesetzt. Eine Stufe darunter in der Klassifizierung stehen Autoklaven der Klasse S, die hauptsächlich für den Einsatz in Labors und Arztpraxen vorgesehen sind, in denen keine Geräte sterilisiert werden, die als Chargen des Typs A klassifiziert sind. Auch hier wird vor Beginn der eigentlichen Sterilisation die Luft aus dem Behälter vakuumiert, jedoch ist dieser Vorgang wesentlich weniger komplex als bei Geräten der Klasse B und damit auch weniger effektiv. Das Vakuum wird mit einer kleinen Pumpe erzeugt, jedoch findet dieser Vorgang nur einmal statt. Ein weiterer Punkt, der bei der Auswahl der Geräte zu beachten ist, ist die Fähigkeit, die Chargen, insbesondere die verpackten, effektiv zu trocknen. Wir sollten uns überlegen, ob bei Feuchtigkeit der Materialien oder der verpackten Pakete deren mikrobiologische Reinheit weiterhin gewährleistet ist. In Geräten der Klassen B und S wird die Vakuumtrocknung eingesetzt, wodurch dieser Prozess sehr effizient und reibungslos abläuft und wir nach Abschluss der Sterilisation einen vollständig getrockneten, sofort einsatzbereiten Einsatz aus dem Autoklav entnehmen können. Das Fehlen einer effektiven Trocknung ist ein groÃÂes Problem. Wir begegnen ihm in Autoklaven der niedrigsten Klasse N. Diese sind in erster Linie für die Sterilisation einfacher, unverpackter Materialien vorgesehen. Die Hersteller empfehlen, nach dem ÃÂffnen der Gerätetür ein zusätzliches Trocknungsprogramm zu starten, was jedoch manchmal mühsam ist und die Sterilität der Charge manchmal umstritten bleibt. Etwas anders als bei Sterilisatoren der Klassen B und S ist hier das Prinzip der Vakuumerzeugung. Sehr verbreitet ist das thermodynamische Vakuumsystem, das auf der selbsttätigen Wirkung von Wasserdampf basiert, der die Luft nach auÃÂen drückt. Leider verläuft dieser Prozess ungleichmäÃÂig und ermöglicht nur die Sterilisation von festen Instrumenten. Obwohl die Klasse N Autoklaven mit geringeren funktionalen Eigenschaften in Bezug auf die Arten der sterilisierten Chargen darstellt, zeichnen sie sich durch ein hohes technisches Niveau aus. Wenn wir nur auf die richtige Zusammensetzung der Charge und zusÃÂätzliche Trocknung achten, werden uns diese GerÃÂäte mit hoher Effizienz dienen. Unter Berücksichtigung der technischen Parameter sind mehrere Aspekte zu berücksichtigen. Der erste davon ist das Fassungsvermögen der Kammer, wobei zu beachten ist, dass die Leistung des Geräts durch sein sogenanntes Nutzvolumen bestimmt wird, d. h. den tatsächlichen Raum, den die Charge einnehmen kann. Diese ist immer um einige bis mehrere Prozent kleiner als die physische GröÃÂe, was damit zusammenhängt, dass das Sterilisationsmittel ausreichend Platz haben muss, um alle Bestandteile der Charge gleichermaÃÂen zu erreichen. In den Klassen B und S haben wir es meist mit Kammern mit einem Fassungsvermögen von 4,8 l bis 24 l zu tun. Manchmal gibt es sogar Werte von bis zu 65 l für die Sterilisation groÃÂer Materialmengen. In der Klasse N sieht der GröÃÂenbereich der Kammer ähnlich aus, wobei die Hersteller meist Autoklaven mit einem Fassungsvermögen von mehreren Litern anbieten. Ein weiterer wichtiger Parameter sind die Grenzen der programmierten Temperatur. Der häufigste Bereich liegt zwischen 117 ðC und 134 ðC, es gibt jedoch auch Geräte, bei denen die Skala unter 100 ðC beginnt. Dies ist von groÃÂer Bedeutung, da es die Erstellung von Sterilisationsprogrammen ermöglicht, die optimal auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Bei den meisten auf dem Markt angebotenen Geräten kann man auch die Dauer der einzelnen Phasen des Autoklavierungsprogramms selbst festlegen. In medizinischen Einrichtungen sind Autoklaven der beiden höchsten Klassen am beliebtesten. Je nach Hersteller sind folgende Optionen Standard oder zusätzlich verfügbar:
- erzeugt mit einer Vakuumpumpe: Vorvakuum, fraktioniertes Vakuum und Trocknung,
- Steuerung aller Funktionen über einen Mikroprozessor,
- Kammer und Rahmen aus Edelstahl,
- Ansaugluftfilter zum Schutz der Charge vor mikrobieller Kontamination,
- automatisches elektromagnetisches SchlieÃÂen der Tür nach Beginn des Zyklus, wodurch während der Laufzeit des Programms kein Material nachgelegt werden kann und gleichzeitig das Personal vor einem versehentlichen ÃÂffnen des Autoklaven bei hohem Druck in der Kammer geschützt ist,
- feste Sterilisationsprogramme, Testprogramme + zusätzliche Möglichkeit, eigene Sequenzen zu erstellen,
- Fehleralarme,
- automatische Wasserentnahme und -ablass,
- integrierter Drucker,
- Anschlussmöglichkeit an einen Computer oder eine tragbare Speicherkarte,
- zusätzliche Körbe, Kassetten oder andere Behälter für sterilisiertes Material.
Autor: Medical Online 19.09.2012
