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POLENS ERSTES BEATMUNGSGERÄT

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respirator
24April 2020

Das Biotechnologieunternehmen ZTM INNOVATIONS, das bislang vor allem technische Inspektionen medizinischer Geräte durchgeführt hat, hat seine Tätigkeit auf die Entwicklung und Produktion technologisch fortschrittlicher Beatmungsgeräte erweitert.

Die Geräte werden in den Produktionsstätten des Unternehmens unter anderem in Warschau und Poznań hergestellt. Sie zeichnen sich durch moderne pneumatische Komponenten sowie zahlreiche Systeme zur Überwachung der korrekten Funktion aus.

FUNKTIONEN UND BETRIEBSMODI

Das Beatmungsgerät bietet unter anderem folgende Betriebsmodi:

  • CPAP – kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck zur Unterstützung der Atmung bei Ateminsuffizienz
  • PEEP – positiver endexspiratorischer Druck zur Stabilisierung der Alveolen und Verbesserung des Gasaustauschs
  • CMV – vollständiger Ersatz der Spontanatmung durch kontrollierte Beatmung
  • SV – unterstützende Beatmung bei eingeschränkter Eigenatmung
  • SIMV – Kombination aus Spontanatmung und mechanischer Beatmung

Das Gerät kann auf eine bestimmte Atemfrequenz eingestellt werden, wobei sich die unterstützten Atemzüge dynamisch an die Aktivität des Patienten anpassen und so die Ventilation optimieren.

WARUM EIN POLNISCHES BEATMUNGSGERÄT?

Ziel des Projekts ist es, polnische Gesundheitseinrichtungen unabhängiger von externen Lieferketten zu machen und gleichzeitig ein hochwertiges, lokal produziertes Beatmungsgerät zu einem wirtschaftlich attraktiven Preis anzubieten.

Derzeit befindet sich die erste Geräteserie in der Phase der Tests und Zertifizierungen.

ENTSTEHUNG DER IDEE

Die Entwicklung entstand aus dem Bedarf heraus, Krankenhäuser in Polen besser zu unterstützen, insbesondere angesichts eines Mangels an lebensrettenden Geräten.

Im Rahmen des Projekts wurden zahlreiche Konsultationen mit Ärzten und Rettungssanitätern durchgeführt, deren Fachwissen maßgeblich zur Beschleunigung der Entwicklungsarbeiten beigetragen hat.

HERAUSFORDERUNGEN BEI DER ENTWICKLUNG

Die größte Herausforderung stellte die Arbeit unter hohem Zeitdruck dar, insbesondere im Kontext der Pandemie.

Weitere anspruchsvolle Aspekte waren:

  • Organisation der Zusammenarbeit mehrerer Expertenteams
  • Kombination von Präsenzarbeit unter Sicherheitsauflagen und Remote-Arbeit
  • Durchführung intensiver Abstimmungen (Videokonferenzen, Telefonate)
  • Entwicklung eines komplexen Steuerungsalgorithmus für das Gerät

Dabei wurde das Projekt unter anderem von Dr. Kotłowski, einem Spezialisten für künstliche Intelligenz von der Technischen Universität Poznań, unterstützt.

Für die technische Umsetzung und Auswahl der Komponenten war Piotr Śledziewski, M.Sc., verantwortlich – ein erfahrener Biotechnologe und Elektronikingenieur, der seit vielen Jahren mit dem Unternehmen zusammenarbeitet.